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Ehevertrag Ja oder Nein?

Friede, Freude, Hochzeitstorte. Wenn man mitten in der Hochzeitsplanung steckt, ist das Thema Ehevertrag wohl der Stimmungskiller schlechthin und auch in einer glücklichen Ehe möchte man nicht an eine mögliche Scheidung denken. "Bis dass der Tod uns scheidet?" Ein Ehevertrag scheint bereits ein Verfalldatum für ein trautes Leben zu zweit vorzusehen.

Die Scheidung ohne Ehevertrag 
Die finanzielle Situation eines Ehepaares wird in der Schweiz grundsätzlich schon automatisch durch das Gesetz geregelt. Kommt es nämlich zu einer Scheidung wird das Vermögen, das während der Ehe angesammelt wurde, halbiert. Das Stichwort hierzu lautet automatische Errungenschaftsbeteiligung. Davon ausgeschlossen ist das sogenannte persönliche Vermögen, welches den Besitz betrifft, das in die Ehe hinein gebracht wurde.

Mit einem Ehevertrag den Güterstand regeln
Ist man mit der Errungenschaftsbeteiligung nicht einverstanden, hat man die Möglichkeit, dies mit einem Ehevertrag zu ändern. es handelt sich um eine rechtliche Regelung, die notariell beglaubigt werden muss und kann vor der Hochzeit oder während der Ehe abgeschlossen werden. Dabei unterscheidet man neben der Errungenschaftsbeteiligung auch zwischen einer Gütergemeinschaft oder Gütertrennung.
Bei einer Gütergemeinschaft wird der Güterstand der Ehepartner so geregelt, dass der gesamte Besitz - vor und während der Hochzeit - in einen Topf geworfen wird. Kommt es dann zur Scheidung wird dieses Vermögen wie bei der Errungenschaftsbeteiligung durch zwei geteilt. Anders dagegen  geht man bei der Gütertrennung vor. Hier wird das Vermögen beider streng voneinander getrennt und man ist finanziell auf sich selbst gestellt.

Wann ist ein Ehevertrag sinnvoll?
Für viele Paare in der Schweiz ist die automatische Errungenschaftsbeteiligung zufriedenstellend, sodass nur selten ein Ehevertrag nötig ist. Lohnenswert wird er erst dann, wenn beide Partner gut verdienen und man die Entwicklung der Vermögen nicht voraussagen kann. In diesem Fall ist es durchaus sinnvoll den Güterstand beider Partner auf ihre finanzielle Situation anzupassen.
Weitere Gründe für einen Ehevertrag können auch Liegenschaften, Firmenvermögen oder andere grosse Wertgüter sein. Trennt man diese vor einer Scheidung strikt voneinander, verläuft die Trennung in der Regel weniger kompliziert. Hinzu kommt, dass man auch die erbrechtliche Regelung anpassen kann. Bei der normalen Errungenschaftsbeteiligung muss der oder die Witwe/r das gesamte Vermögen, das währen der Ehe angehäuft wurde, mit den Kindern und eventuell Enkelkindern teilen. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass man einen gemeinsamen Grundbesitz verkaufen muss, um alle beteiligten erben auszubezahlen.

So unangenehm das Thema Ehevertrag sein mag: In manchen Fällen ist er durchaus empfehlenswert. Bei Unsicherheiten lassen Sie sich am besten beraten, um herauszufinden, ob in Ihrer Situation ein Ehevertrag nötig ist und wie man am besten dabei vorgeht.

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